Christophe Bonvin wurde 1965 in Sion geboren. Als begabter und charismatischer Fussballspieler bereitete er dem FC Sion viele Jahre lang Freude. Mit dem Walliser Verein wurde er 1997 Schweizer Meister und mehrfach Schweizer Cupsieger. Mit 45 Einsätzen in der Nationalmannschaft erlangte er grosse Popularität, die er aufgrund seines angenehmen und vertrauten Charakters bis heute bewahrt hat. Seit 20 Jahren arbeitet er für das Weinhaus Bonvin in Sion. Seine Degustationen, insbesondere im Rahmen des Club Vins Emotions, sind ein grosser Erfolg. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er unterstützt seine Frau in deren Buchhandlung in Martigny. Als Geniesser durch und durch hat er sich gerne dem Interview über die schönen und guten Dinge des Lebens gestellt!
1. Was ist Ihr Lieblingswein?
Der Pinot Noir. Es ist die Rebsorte, die mich in die Welt des Weins eingeführt hat. 1997, in dem Jahr, in dem ich meine Fussballkarriere beendete, trat ich dem Komitee von Vinea bei, der berühmten Weinmesse in Sierre. Ich war für die Organisation der Mondial du Pinot Noir zuständig. Eine schöne Art, diese Rebsorte zu entdecken, die gleichzeitig elegant, kräftig und von unglaublicher Finesse ist.
Natürlich bleibt die Cuvée 1858 Rouge mein Favorit! Zusammen mit André Darbellay, dem Direktor, und Thierry Delalay, dem Önologen, haben wir diesen Wein anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Hauses kreiert. Ein völlig verrücktes Projekt, das diesem Wein jedoch zu seinem Adel verhalf. Er gehört definitiv zu den grossen Walliser Weinen!
2. Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Ich mache gerne hausgemachte Pasta mit Pecorino-Käse und Pfeffer. Dieser Käse mit seinem kräftigen und würzigen Geschmack verleiht diesem scheinbar einfachen Rezept einen unvergleichlichen Geschmack, der jedoch eine akribische Präzision erfordert. Eine Minute zu viel beim Kochen der Pasta und es ist eine Katastrophe! Natürlich kombiniere ich dazu einen Pinot Noir, vorzugsweise den Terra Cotta.
3. Was ist Ihre erste Erinnerung an Wein?
Das war in der Rekrutenschule. Ich war bereits Profifussballer und trank natürlich keinen Alkohol. Meine Kameraden versuchten, mich während der gesamten Rekrutenschule zum Trinken zu bringen. Ich widerstand, aber am letzten Tag trank ich mehr als vernünftig war. Der Oberst erwischte mich beim Trinken aus der Flasche! Ich war nicht sehr stolz auf meine Tat, die ich mit einem bösen Kater bezahlte.
4. Welchen Wahnsinn wären Sie für einen Wein bereit zu tun?
Ich würde niemals finanziellen Wahnsinn für einen Wein begehen. Wein ist ein Produkt der Erde und der Arbeit der Menschen. Er erweist sich als grosszügig und wohltuend, wenn man ihn richtig zu schätzen weiss. Ich wäre niemals in der Lage, schlechten Wein zu trinken, das ist der einzige Wahnsinn, den ich begehen könnte.
5. Mit wem trinken Sie gerne Wein?
Ich hätte gerne ein Glas Wein mit Mutter Teresa getrunken. Diese Persönlichkeit fasziniert mich total. In Momenten des Zweifels vertiefe ich mich in ihr Leben und betrachte mit Faszination ihr aussergewöhnliches Leben, ihr wohltätiges Werk. Sie tut mir gut, sie hat auch viel gezweifelt, das beruhigt mich, das bringt mich positiv im Leben voran.