Die Labels

Heutzutage prägen Labels unseren Alltag. Fast alle Unternehmen haben Zertifikate erhalten, die ihren Respekt vor der Umwelt, ihren Willen zu einem Qualitätsmanagement oder die Förderung eines positiven Images über die eigenen Grenzen hinaus garantieren. Begriffe wie ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement) sind mittlerweile in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen.

Doch was verbirgt sich hinter diesen Labels?

Ein Marketing-Gag? Zusätzlicher Papierkram oder eine echte Anstrengung, die das Unternehmen leisten muss?

Der Umweltschutz steht im Mittelpunkt unseres Daseins. Zu Hause ist es einfach, ein System zur Abfallverwertung einzurichten, in einem Unternehmen erweist sich dies als komplizierter. Die Aufgabe ist umso schwieriger, wenn es sich um einen Weinbaubetrieb handelt, der stark von Klima und Umwelt abhängig ist.

Der Verzicht auf Herbizide in den Weinbergen war eine der ersten Maßnahmen, die unser Unternehmen bereits vor einigen Jahrzehnten zum Schutz des Bodens umgesetzt hat. Der Wasserverbrauch im Weinberg wird durch den Einsatz eines Tröpfchenbewässerungssystems effizienter gesteuert.

Die Anerkennung eines echten Umweltprojekts erfordert jedoch die Senkung der Treibhausgasemissionen in allen Bereichen des Unternehmens: bei den Energiekosten (Gas, Heizöl, Strom, Wasser), der Isolierung und Beheizung der Gebäude, dem Kraftstoffverbrauch für die Fahrten des Außendienstes, aber auch beim Verbrauch von Papier, Umschlägen, Flyern – also allem, was die Verwaltung eines solchen Unternehmens betrifft.

Um diese Labels zu erhalten, genügt kein Fingerschnippen. Man muss handeln! Jedes Jahr werden Audits durchgeführt. Jeder Bereich wird kontrolliert, das gesamte Unternehmen wird genauestens unter die Lupe genommen. Im Anschluss an diese Besuche wird ein Bericht erstellt. Die zu verbessernden Punkte werden identifiziert und müssen für das folgende Jahr berücksichtigt werden. Das Unternehmen verpflichtet sich, seine Treibhausgasemissionen regelmäßig zu reduzieren. Ein bedeutendes Beispiel für unser Umweltengagement:

  • Die Inbetriebnahme einer großen Photovoltaikanlage im Jahr 2013 mit 5.778 Solarmodulen, die mehr als 1.500.000 kWh/Jahr produzieren (= der Verbrauch von 430 Haushalten). Dies reicht aus, um uns mit Strom zu versorgen, da unser Verbrauch bei etwa 1.300.000 kWh/Jahr liegt.

Es handelt sich also nicht nur um ein weiteres Siegel, das das Unternehmen stolz auf seinen Briefkopf kleben kann, sondern um eine echte Fleißarbeit, die das ganze Jahr über von allen Akteuren des Unternehmens geleistet wird.

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